ZUSAMMENFASSUNG. Projektförderung für die Wiederaufforstung einer degradierten Fläche von einem Hektar in Bandajikaki in der Casamance im Süden Senegals. Das Ziel besteht darin, dort eine weitere Pilotfläche für komplexe Agroforstsysteme aufzubauen, die zugleich als Forschungs- und Lernfeld für syntropische Agroforstwirtschaft und Permakultur dient.
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Der FoodForestNetwork e.V. erhält eine Projektförderung für die Wiederaufforstung einer degradierten Fläche von einem Hektar in Bandajikaki in der Casamance im Süden Senegals. Das Ziel besteht darin, dort eine weitere Pilotfläche für komplexe Agroforstsysteme aufzubauen, die zugleich als Forschungs- und Lernfeld für syntropische Agroforstwirtschaft und Permakultur dient. Durch das Projekt werden lokale Ökosystemleistungen gestärkt, die Biodiversität erhöht, die Bodenfruchtbarkeit verbessert und die Kohlenstoffspeicherung gefördert.Wir danken der Tools for Life Foundation und Accordeos Stiftung für ihre Unterstützung!!
Als Food Forest aufforsten
Ausgangslage und Zielsetzung
Die Projektfläche ist durch Brandrodung und intensive Überweidung stark degradiert und weist verarmte Böden sowie eine geringe Vegetationsdeckung auf. Parallel dazu belasten ein hoher Feuerholzbedarf für die Fischräucherei, illegale Abholzung sowie der Rückgang von Niederschlägen und Grundwasserspiegel die Region zusätzlich. Mit der Förderung soll ein resilientes Waldökosystem entstehen, das die Wasser- und Nährstoffspeicherung verbessert, das lokale Mikroklima stabilisiert und langfristig als Modellfläche für weitere Projekte in Westafrika dient.
Die Aufforstung erfolgt als Food Forest. Zu Beginn wird die Fläche eingezäunt, um sie vor weiterer Überweidung zu schützen. Zusätzlich entsteht ein lebender Zaun aus Heckenpflanzen, der als Windschutz, Habitat und Biomassequelle dient. Die Aufforstung folgt den Prinzipien syntropischer Agroforstsysteme. Dabei werden schnellwachsende Pionierarten mit langlebigen Klimax-Arten kombiniert, sodass sich sukzessive ein strukturreicher Wald mit mehreren Schichten entwickeln kann. Dadurch entstehen mittelfristig mehr Bodenbedeckung, Humusaufbau, eine bessere Wasserhaltefähigkeit und eine höhere Resilienz gegenüber Trockenperioden.
Bildung und Forschung stehen im Mittelpunkt
Parallel zur physischen Pflanzung entwickelt das Projektteam ein modulares Workshop-Konzept, das auf die lokalen Ökosysteme und Bedarfe in der Casamance zugeschnitten ist. Die Fläche wird als „grünes Klassenzimmer“ genutzt, etwa für lokale Schulklassen, Studierende, Landwirt:innen und insbesondere Frauengruppen. Sie lernen dort praxisnah, wie sich eigene Flächen langfristig ertragreich und regenerativ bewirtschaften lassen. Durch Führungen, Schulungen und wiederkehrende Workshops soll Fachwissen zu komplexen Agroforstsystemen verbreitet und die eigenständige Umsetzung ähnlicher Flächen angestoßen werden. Insgesamt sollen so im Projektverlauf und darüber hinaus mehrere tausend Menschen erreicht werden.
Partner und Finanzierung
Das Projekt wird von FoodForestNetwork e.V. koordiniert und in enger Kooperation mit dem Pilotprojekt PermaFoodForest im Senegal umgesetzt. Letzteres verfügt über langjährige Erfahrung in Permakultur und regenerativer Landwirtschaft in der Region. Der senegalesische Verein Yirwa Permaculture du sud bringt lokales Know-how, Sprachkenntnisse und Arbeitskraft ein und verankert das Projekt in den Gemeinden vor Ort.
Die Pflanzung ist als langfristig wirksame Pilotfläche konzipiert. Durch Monitoring, Dokumentation und die Einbindung von Studierenden in Forschungsarbeiten sollen Erkenntnisse zu geeigneten Pflanzengemeinschaften und Systemdesigns gewonnen und zugänglich gemacht werden. Das Ziel besteht darin, dass diese Fläche als Blaupause für weitere syntropische Agroforstsysteme in der Region dient und somit zur Verbreitung naturbasierter Lösungen für Klimaschutz, Biodiversität und Ernährungssicherheit beiträgt.
Vielen Dank an den Förderer
Wir danken der Tools for Life und der Accordeos Stiftung für deren Unterstützung!


