Zwischenbericht Aufforstung für Erosionsschutz in Bolivien

von Juli 21, 2026

ZUSAMMENFASSUNG: Noemi berichtet über das Projekt ‚Aufforstung für Erosionsschutz‘ in Bolivien, das von der Tools for Life Foundation gefördert wird: „Wir haben mit den ersten Tätigkeiten für die Aufforstung am Hang oberhalb von Combuyo begonnen!“


Noemi berichtet über das Projekt: Aufforstung für Erosionsschutz in Bolivien, das von der Tools for Life Foundation gefördert wird: „Wir haben mit den ersten Tätigkeiten für die Aufforstung am Hang oberhalb von Combuyo begonnen, denn es sind momentan Winterferien in Bolivien. In den Ferien kommen regelmäßig Jugendliche aus einem ländlichen Gebiet (Tapacari) nach Mollesnejta, um als Tagelöhner zu arbeiten.

Während der Winterferien helfen Jugendliche

Die Aussaat von Bäumen günstiger ist als deren Pflanzung (besonders in Trockenregionen), da die Wurzel nicht gestört wird. Das ist aufgrund des angekündigten Super-El-Niño wichtig.

Überlebungschance der Bäumchen

Folgendes wurde/wird momentan auf der Fläche durchgeführt:
Auf der aufzuforstende Fläche werden alle Gräser, Kräuter und Disteln mit Sichel und Machete geschnitten und auf der Erde (Bedeckung/Mulch) liegengelassen. Vorhandene Büsche (Dodonaea viscosa, Baccharis ssp) werden stehengelassen, um in der Regenzeit die Jungbäumchen so darunter zu pflanzen, dass sie in der darauffolgenden Trockenzeit beschattet werden. Auf Image 2 ist zu erkennen (Einzeichnung in roter Farbe), dass die geschnittene Fläche sich jeweils an den Westseiten der Schluchten im Hang etwas höher zieht, während sie auf den Hang-Nasen schmaler ist. Der Grund ist, dass die Hang-Nasen den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt sind und deshalb die Überlebensschance der Bäumchen dort geringer ist als auf der Westseite der Schluchten.

Eine grüne, feuchte Mauer pflanzen

Auf der Westseite der Gesamtfläche haben wir damit begonnen ganz eng die Opuntia ficus-indica zu pflanzen (man pflanzt diese üblicherweise in der Trockenzeit), damit sie mit der Zeit so etwas wie eine grüne, feuchte Mauer gegenüber mögliche Feuer bilden, die üblicherweise vom Westwind getrieben werden.

Samen der nativen Bäume

Wir sammeln weiterhin Samen der nativen Bäume in Mollesnejta, um diese ebenfalls in der kommenden Regenzeit in den Hang einzubringen. Die Mutterbäume dieser Samen sind über die Epigenetik an Trockenperioden gewöhnt. Wir planen neben dem Pflanzen von Jungbäumchen auch Baumsamen auszubringen, weil es inzwischen erwiesen ist, dass die Aussaat von Bäumen günstiger ist als deren Pflanzung (besonders in Trockenregionen), da die Wurzel nicht gestört wird. Das ist aufgrund des angekündigten Super-El-Niño wichtig.“

Vielen herzlichen Dank an Noemi Stadler-Kaulich und die Tools for Life Foundation!

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